Nah bei den Menschen zum Erfolg

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Fabian Giesder (29) ist seit diesem Frühjahr Meiningens neuer Bürgermeister

Mit Fabian Giesder wurde in Meiningen der jüngste Bürgermeister Thüringens gewählt. „Nah bei den Menschen sein“ ist sein Erfolgsrezept.

Der Politikwissenschaftler ist gerade 29 Jahre alt geworden. Er lebt seit Jahren in einer festen Beziehung und hat eine Tochter. Auch während seines Studiums in Berlin hat er den Kontakt zur Heimat nie aufgegeben.
Hier hat er frühzeitig die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, für wichtige Anliegen zu streiten. Zum Beispiel als Schülersprecher seines Gymnasiums und als stellvertretender Kreisschülersprecher. Mit den Jahren ist ihm dann immer mehr Verantwortung zugewachsen. Seit 2005 war er Vorsitzender der Meininger SPD und seit 2009 Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. Als Kreistagsmitglied und stellvertretender Ausschussvorsitzender kümmert er sich um Bildung, Kultur und Sport im Landkreis.
Auch in seinem bisherigen Hauptberuf war er sehr direkt mit den Alltagssorgen der Menschen konfrontiert. Als Büroleiter koordinierte er sämtliche Aktivitäten des Meininger SPD-Landtagsabgeordneten in der Region. Dabei wurde er als verlässlicher Ansprechpartner, der sich den Problemen der Leute annimmt und sie auch lösen hilft, geschätzt.

Sein Engagement in Stadtrat und Kreistag nutzte er nicht nur, um sich kommunalpolitisch zu qualifizieren. Intensiv bereitete Giesder seine Kandidatur auch inhaltlich vor. Dabei orientierte er seinen Wahlkampf am Programm des SPD-Ortsverbandes. Im Vordergrund standen immer konkrete Projekte. Schwerpunkte lagen auf Bürgerbeteiligung und Wirtschaftsförderung. Wichtig waren den Bürgerinnen und Bürgern aber vor allem Projekte für mehr Lebensqualität, von konkreten Bauvorhaben zur Entwicklung des Freizeitangebots und für mehr Familienfreundlichkeit bis hin zur Wiedereinrichtung eines Bauhofs. „Die Menschen wollen kein Wolkenkuckucksheim versprochen bekommen, sondern über konkrete, umsetzbare Projekte zur Stadtentwicklung abstimmen“, beschreibt Giesder seine Erfahrungen. Dabei war es wichtig, die richtige Sprache zu finden, um die Menschen zu erreichen und die Ideen an den Mann zu bringen.

Neben den Inhalten setzt der SPD-Mann vor allem auf einen neuen Politikstil. In ihm sieht er ein weiteres Erfolgsrezept für seinen Wahlsieg. Der alte Amtsinhaber scheiterte nämlich auch wegen der wachsenden Unzufriedenheit mit seinem selbstgefälligen, beratungsresistenten Auftreten. Hier bot der junge Kandidat eine klare Alternative.
Giesder legte besonderen Wert auf ein neues Miteinander zwischen Bürgern, Verwaltung und Unternehmen. Das ließ er auch in seinem Wahlmotto „Die Zeit ist reif für neue Ideen“ anklingen.
Der direkte Draht zu den Menschen ist für Giesder der Dreh- und Angelpunkt seiner politischen Arbeit. Den hat er gezielt aufgebaut. Seit Jahren bereitete er seine Kandidatur in der Stadt vor, trat in Vereine ein und übernahm dort Ämter. „Wahlerfolg kann nur Derjenige haben, der gezielt und nachhaltig versucht im so genannten vorpolitischen Raum, vor allem in den Vereinen, zu Punkten“ meint der frisch gebackene Amtsinhaber. Hier muss man sich gezielt einbringen, um zu erfahren, wo den Leuten der Schuh drückt.

Angesichts der sich zuspitzenden Finanzlage in den Thüringer Kommunen hat der neue Amtsinhaber kein leichtes Erbe übernommen. Zwar ist die Stadt fast schuldenfrei. Die Kehrseite der Medaille ist aber ein erheblicher Investitionsstau. Bei der Innenstadtentwicklung und im Infrastrukturbereich ist eine Menge liegen geblieben. Stattdessen wurde vom alten Amtsinhaber ein hoch umstrittenes Industrieflächen-Projekt vorangetrieben.
Hier will der neue Bürgermeister in den kommenden Jahren umsteuern und die wahren Potentiale zur Stadtentwicklung nutzen. Die liegen in der Theaterstadt traditionell in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Tourismus, Kunst und Kultur und im Bereich des attraktiven Wohnens. „Meiningen hat ein attraktives Angebot an Bildung und Kultur und liegt eingebettet in herrlicher Natur“ schwärmt Giesder von seiner Stadt. Seinen Tatendrang und seinen Optimismus begründet er mit dem Zuspruch der Bürger. „Die Leute finden meine Projekte notwendig und gut. Sie wollen, dass neue Entwicklungen angestoßen werden“, meint Fabian Giesder mit Blick auf die Zukunft.

 
 

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