SPD-Fraktion bleibt beim Nein zu Fracking

Umwelt & Energie

Nachdem sich die Abgeordneten in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz mit dem Thema Fracking befasst haben, sieht Frank Weber, der energiepolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, nach wie vor viele offene Fragen. „Ich begrüße es deshalb ausdrücklich, dass wir heute kein abschließendes Votum im Ausschuss getroffen haben“, erklärt der Abgeordnete.

Weitestgehend unklar ist seiner Ansicht nach beispielsweise, welche Ziele die kanadische Firma BNK in Thüringen wirklich mit ihrem Engagement verfolge. So sei ihm - Weber - nicht bekannt, dass man bei Untersuchungen, die bis weit in die Vergangenheit zurückreichen, Erdgasvorkommen in Größenordnungen in der Region gefunden habe. Obwohl BNK öffentlich erklärt habe, auf Fracking bei der Gasförderung im Erkundungsgebiet Kyffhäuser und Sömmerda verzichten zu wollen, habe das Unternehmen Gutachten in Auftrag gegeben, die sich mit dieser Form der unkonventionellen Erdgasförderung in der Region befassen. „Was also will BNK wirklich in Thüringen?“, fragt der Energieexperte.

Weber, der Mitinitiator einer Bürgerinitiative gegen das Fracking im Raum Kyffhäuser / Sömmerda ist, verweist in diesem Zusammenhang auf einen Beschluss des Thüringer Landtags vom Juli 2012. Damals habe sich der Landtag wegen möglicher Risiken für Umwelt und Mensch gegen das Fracking zum „gegenwärtigen Zeitpunkt“ ausgesprochen. „An dieser Position, die auch die SPD-Fraktion in vollem Umfang teilt, hat sich bis heute nichts geändert“, so Weber.

 
 

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